Amadaillon

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Amadaillon ist ein Erfinder des dritten Zeitalters auf Nthanda. Sein größter Verdienst ist der Bau der Mechanischen Sonne, auch bekannt als Deus Ex Machina. Trotz seiner vielen nützlichen Erfindungen und seiner Bemühungen, den Menschen zu helfen, wird er Zeit seines Lebens verachtet und als Ausgestoßener der Gesellschaft behandelt. Erst sein Adoptivsohn Touvre Crux sorgt für das Steigen seines Ansehens.

Nach seinem Tod bauen die Menschen auf Kangu, seiner Heimatinsel, Amadaillon ein Denkmal. Es erinnert Menschen und Valette der Stadt an die dunkle Zeit, als kein Stern Licht spendete.

Leben

Jugend und Lehrzeit

Amadaillon wird als dritter Sohn eines reichen Händlers in der Stadt Kangu geboren. Seine Eltern finanzieren ihm eine gute Schulbildung und das Studium, für das er sich reichlich Zeit nimmt. Während dieser Zeit lernt er seinen langjährige Freund und Lehrer Edmalchise kennen. Edmalchise unterrichtet Amadaillon vor allem in der Kunst der Mechanik. Auch von seinen Plänen zum Bau des ersten mechanischen Mannes erzählt er ihm.

erste Geschäfte

Amadaillon baut sich ein Feinmechanikgeschäft auf. Vorrangig ist es ein Uhrgeschäft, doch Amadaillon bietet auch viele andere und anspruchsvollere Arbeiten an. Mechanische Kalender und Spieluhren, mechanische Lichtquellen und Lampen, Schreibmaschinen und allerlei andere Erfindungen. Zu dieser Zeit arbeitet er auch weiter mit seinem Freund Edmalchise an den mechanischen Männern. Diese Versuche sind aber nicht von Erfolg gekrönt.

Nach dem Tod seines Vaters heiratet Amadaillon die adelige Miniira. Es ist keine glückliche Ehe - die Familie der jungen Frau verarmte zusehens und so ist sie gezwungen, den schon sehr angesehenen Amadaillon zu heiraten. Sie ist 17, als die Hochzeit angesetzt wird und damit 20 Jahre jünger als ihr Mann. Beide haben keinerlei Interesse am anderen. Amadaillon verhilft Miniira zum Erwerb eines Luftschiffes und sorgt dafür, dass sie der Handelsgilde beitreten kann. Fortan haben beide ihre Geschäfte zu verrichten. Er toleriert sogar ihre Affären.

Es spricht sich allerdings in den Adelskreisen schnell herum, dass Amadaillon mehr Träumer als Geschäftsmann ist, und man sich für vergnügliche Gespräche besser mit seiner Hure von Frau sprechen kann. So wird er zum Aussenseiter, zum Spott der hohen Klassen. Niemand schätzt ihn für sein gutes Handwerk, und wer es doch tut haut ihn übers Ohr.

Intrigen und Rivalen

Über seine Frau Miniira lernt Amadaillon den Adelsmann Henirm kennen. Henirm erzählt Amadaillon von seiner Idee: Er will die Shads, die in Kangu als Sklaven der Adeligen sehr beliebt sind, weiter züchten. Dabei schwebt ihm mehr vor als die primitiven Gramps. Er will einen Evolutionären Fortschritt.

Amadaillon ist nur mäßig interessiert an den Ideen Henrims, ist aber bereit, ihm zu helfen. Henrim ist sehr bedacht auf seinen Ruf, und da seine Experimente nicht legal sind, braucht er eine Deckung, die Amadaillon ihm verschafft. Amadaillon fühlt sich nur der Wissenschaft verpflichtet, Gesetze sind für ihn lachhaft. Die beiden entwickeln eine Rivalität, erst um die Frage, welcher Weg mehr Erfolg verspricht: Mechanik oder Biologie. Als Henrims Ansehen immer weiter steigt und er sich in die Spielereien und Intrigien am Königshof verstrickt, wird auch dies ein Streitpunkt zwischen ihnen: Der Aussenseiter gegen den beliebten Adelsmann.

Als Henrim sich in Miniira verliebt und ihr den Hof macht, entflammt auch in Amdaillon Begeisterung für seine Frau. Er nimmt sich mehr Zeit für sie und ist um ihr Wohlergehen besorgt. Nun streiten sie auch um Miniiras Gunst.

Zu dieser Zeit wird Edmalchise zum Tode verurteilt: Wegen Ketzerei, Gotteslästerung und unschicklicher Forschung (die Idee von mechanischen Männern behagte vielen Menschen nicht). Amadaillon ist von diesem Urteil schwer getroffen, und er begreift, wie leichtsinnig sein bisheriges Handeln war.

Obwohl Amadaillon sich immer weiter vom gesellschaftlichen Leben entfernt, teils auch aus Angst so zu enden wie sein Freund, und seine Geschäfte nur träge laufen, kommt er durch Miniiras Arbeit und Geschick bald zu viel Geld. Miniira erlaubt Amadaillon sogar, dieses Geld in seine mechanischen Erfindungen zu investieren. (Obwohl sie ihn nicht liebt, entwickelt sie eine Freundschaft zu ihm, und fühlt sich ihm als Ehefrau auch verpflichtet - schließlich lässt Amadaillon ihr auch weiterhin die Freiräume für Affären, wenn sie diese auch besser geheimhält als zu Beginn der Ehe).

Ihm kommen Gerüchte zu Ohren, dass viele Leute sich seinen Tod wünschen. Henirm überredet Amadaillon, sich einen seiner modifizierten Shads auszuleihen, um vor Anschlägen geschützt zu sein.

Schließlich gelingt Amadaillon ein Durchbruch bei der Erschaffung mechanischen Lebens: Eine Libelle, die nur aufgezogen werden muss, und herum fliegt, bis sie ein sich drehendes Rad oder etwas ähnliches findet, von dem sie sich neu aufziehen lassen kann. Es ist noch eine Spielerei, ein eher Nutzloses Objekt. Doch Amadaillon ist überzeugt, dass dies nur der Anfang ist. Als er diese Erfindung öffentlich vorstellt, wird Amadaillon angeschoßen; nur leicht verwundet flieht er in sein Haus.

Miniira pflegt Amadaillon, der schreckliche Angst hat. Er befürchtet, der König würde nun auch seine Hinrichtung verlangen. Deshalb versteckt sich Amadaillon in seinem Haus, damit der Anschein entsteht, die Schußwunde sei tief und Lebensbedrohlich, schließlich hätte sie sein Herz treffen müssen. Miniira zwei Tage darauf seinen Tod verkünden. Nur Henirm sagt sie die Wahrheit.

Der neue Traum

Die Schüsse überlebt Amadaillon nur aus einem Grund: Der modifizierte Shad, den Henirm ihm schenkt, stirbt für den Erfinder.

Henirm hat durch Züchtung Shads geschaffen, die noch flexibler in ihrer Gestaltwandlung sind und auch den Kopf verformen können. Auch sind sie intelligenter und konnten die Gedanken der Menschen telepathisch abtasten, ohne dass sie es mitbekommen (was den Shads eigentlich nicht vergönnt ist).

Amadaillon bat den Shad, die Form eines Mantels zu imitieren. Der Shad fügt sich an Amadaillons Körper, formt sich zu einem Mantel und schließt die Augen (denn diese leuchten und hätten das ganze ansonsten verraten). So getarnt fällt der Shad nicht auf. (Nach den Gesetzen zur rechtmäßigen Einsetzung der Sklaven ist es verboten, Shads mit auf Versammlungen zu nehmen, weil es die Privatsspähre der Adeligen bedroht und den Verdacht auf Spionage auflegen würde; Spionage zählt in Kangu als Verbrechen).

Der Shad ist klug genug, um die Motive hinter den Gedanken der Menschen zu erkennen - und so erkennt er auch den Schützen, der den Tod des Erfinders wünscht. Amadaillon ist allerdings zu weit vom Ausgang entfernt, also verdickt der Shad seine Körpermasse am zu erwartenden Einschusspunkt soweit es möglich ist. Er positioniert seinen eigenen Kopf vor Amadaillons Herz. Um dies ungesehen zu bewerkstelligen, braucht er seine ganze Kraft, doch diese Tat rettet Amadaillon das Leben. Nur der Shad stirbt.

Bisher verschwendete Amadaillon wenig Gedanken an die Sklaven der Menschen in Kangu. Nach dieser Erfahrung allerdings ist er sehr interessiert an Henirms Plänen und den Shads. Es wird sein neuer Traum, nachdem der alte Traum von mechanischen Männern so kläglich zu Grunde ging.

Symbiose mit Legenfi

Henirms Vision lautet aber nicht, die "verbesserten" Shads als Kleidungsstücke mit sich herum zu tragen; Er strebt eine zwischen Shads und Menschen an, die für alle von Vorteil ist: höhere Intelligenz, Stärke und längeres Leben. Amadaillon soll sein Versuchskaninchen sein.

Sie brauchen zehn Jahre, bis die Symbiose gelingt. Während dieser Zeit heiratet Miniira erneut, um ihr Geschäft nicht zu verlieren. Amadaillon kann diesen Verlust kaum ertragen, er versteckt sich in Henirms Anwesen, um seine Frau nicht mit einem anderen Mann zusammen zu sehen.

Das Wesen, das sie geschaffen haben, nennt Henirm Valette. Amadaillon und der Shad Legenfi bilden von diesem Zeitpunkt an eine unzertrennliche Einheit. Legenfi ist ein sieben Jahre altes Shadweibchen. Ihre Familie ist seit Generationen versklavt, doch erst, als sie Amadaillons Verstand mitnutzt, ist ihr klar, was dies bedeutet. Auch für Amadaillon bedeutet die Symbiose eine Veränderung: Er versteht nun, was die Sklaverei wirklich bedeutet, und dass seine Ausgestoßenheit nichts ist im Vergleich zu der der Shads.

Amadaillon und Legenfi benötigen fast ein Jahr, um sich aufeinander einzuspielen.In dieser Zeit gelingt es ihnen, zu fliegen. Dieses Ereignis weckt in beiden den Wunsch, Kangu in die Luft zu heben und zu einer schwebenden Insel zu machen. Ein Ort, wo niemand mehr läuft, sondern die Menschen fliegen.

Amadaillon und Henirm arbeiten weiter an den Valette. Henirm hat die ersten Kunden aufgetrieben, doch sie sind noch etwas unschlüssig; sie wollen Kontrolle. Deshalb erfindet Amadaillon einen Val-Adapter, der sicherstellt, dass die Menschen die Kontrolle behalten. Henirm und Amadaillon sind wenig davon begeistert und vor allem Legenfi stört sich daran. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl, wenn sie ihre Vision wahr machen wollen.

Die fliegende Stadt Kangu

Amadaillon beginnt mit Legenfi ein schwieriges Projekt: Er untertunnelt Kangu und erstellt Pläne, um die ganze Stadt in die Luft zu tragen. Dazu baut er riesige Mechaniken und Apparaturen.

Henirm wird von der Piratin Emanry Styx erschossen. Sie raubt all seine Unterlagen zu den Valette und Val-Adaptern. Amadaillon versucht, ein Patent auf die Valette anzumelden, und den Mord anzuzeigen - doch da er als tot gilt, hat er keine Rechte.

Emanry Styx verkauft ihre Beute und beinahe alle Valette, bis auf einen, mit der sie selbst die Symbiose eingeht. Da sie allerdings nicht schlau aus den Aufzeichnungen Amadaillons wird, benutzt sie keinen Val-Adapter. Die Adeligen auf Kangu lassen sich jedoch Val-Adapter anfertigen, es gilt als die nächste Stufe der Evolution, die Symbiose einzugehen.

Amadaillon hat nun nichts mehr, was ihn an Kangu bindet. Er setzt seine Mechaniken instand und entreißt Kangu so dem Erdboden; die Stadt erhebt sich in die Luft und schwebt 5 Kilometer über ihren angestampten Platz. Noch in der selben Nacht flieht Amadaillon ins Unbekannte.